FAQ

Was ist Moodpath?

Moodpath ist eine App zum Erkennen von Depressionen. 14 Tage lang beantwortet der Nutzer drei Mal täglich Fragen zu seinem Wohlbefinden. Danach erhält er eine fundierte Auswertung, ob er von Symptomen einer Depression betroffen ist. Diese beinhaltet auch eine Handlungsempfehlung und einen Arztbrief.

Für wen ist Moodpath geeignet?

Moodpath richtet sich an jede Person, die sich emotional belastet fühlt und befürchtet, an einer behandlungsbedürftigen Depression zu leiden.

Ich fürchte, an einem Burnout zu leiden. Kann ich Moodpath auch nutzen?

Ja. Medizinisch ist ein Burnout nicht als eigenständige Krankheit anerkannt. Ein Burnout ist eine Zusatzdiagnose, die oft in Kombination mit einer Depression gestellt wird. Hinzu kommt, dass sich ein Burnout im finalen Stadium kaum von einer Depression unterscheidet. Die Zusatzdiagnose Burnout dient oft als Erklärungsmodell für die tiefe Erschöpfung. Wer sich ausgebrannt und zutiefst erschöpft fühlt, kann Moodpath daher in jedem Fall nutzen.

Bekommen alle Menschen mit depressiven Verstimmungen eine Depression diagnostiziert?

Nein. Eine Depression lässt sich von einer depressiven Verstimmung klar abgrenzen. Um eine Depression zu diagnostizieren, muss eine Mindestanzahl spezifischer Depressionssymptome zwei Wochen lang vorliegen. Bei einer depressiven Verstimmung leidet man womöglich an einem oder mehreren dieser Symptome. Das ist aber noch kein Grund zur Sorge, schließlich kennt jeder das Gefühl, niedergeschlagen oder traurig zu sein. Oft geht eine depressive Verstimmung nach kurzer Zeit wieder vorüber.

Warum dauert das Screening 14 Tage?

Eine Depression ist keine Momentaufnahme. Die Kriterien zur Diagnose von Depression sind in der ICD-10, der Internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten, genau definiert: Demnach muss eine bestimmte Kombination und Anzahl von Symptomen über die Dauer von mindestens 14 Tagen vorliegen, um eine Depression zu diagnostizieren.

Bekomme ich nach den 14 Tagen eine Diagnose?

Nein. Eine Diagnose stellt Moodpath nach den 14 Tagen Selbstbeobachtung nicht. Diese kann nur ein Arzt oder Psychotherapeut stellen. Man erhält eine fundierte Auswertung seiner depressiven Symptomatik und kann den eigenen Stimmungsverlauf einsehen. Die gesammelten Daten können für einen behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten bei der Diagnosestellung sehr hilfreich sein.

Was für Fragen werden mir gestellt?

Die Fragen betreffen das psychische und körperliche Wohlbefinden. Zum einen werden Fragen gestellt, die direkt auf Symptome einer Depression abzielen. Zum anderen fragt Moodpath auch nach Beschwerden, die oft mit einer Depression einhergehen, wie auch nach Symptomen, die auf benachbarte Erkrankungen hindeuten könnten.

Warum bekomme ich morgens, mittags und abends Fragen auf mein Smartphone?

Tageszeitbedingte Schwankungen sind typisch bei einer Depression. Um den Stimmungsverlauf möglichst genau zu erfassen, fragt Moodpath den Nutzer zu drei verschiedenen Uhrzeiten.

Wie funktioniert das System mit den Push-Benachrichtigungen?

Wenn Du die Push-Benachrichtigungen akzeptierst, wirst Du auf diese Weise über neue Fragenblöcke informiert. Das hilft Dir, um keine Fragenblöcke zu verpassen. Solltest Du doch einmal Fragen verpassen, ist das nicht schlimm. Der Algorithmus von Moodpath passt sich Deinem Antwortverhalten an. Falls Du wichtige Fragen verpasst, werden diese Fragen in andere Blöcke eingefügt. Werden mehrfach Fragen verpasst, verlängert sich der Erhebungszeitraum um ein paar Tage. Um eine Auswertung zu ermöglichen, solltest Du dennoch darauf achten, so wenige Fragen wie möglich zu verpassen.

Sind meine Daten sicher?

Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und sind anonym. Der Nutzer muss sich nicht über Facebook anmelden und keine Emailadresse preisgeben. Ihm wird anonym eine Nutzer-ID zugeteilt, die niemand außer Moodpath sehen kann. Auf die Nutzeridentität hinter der Nummer kann Moodpath nicht schließen. Der Nutzer kann in den Einstellungen seine Daten jederzeit vollständig löschen. Wenn der Nutzer sich dazu entschließt, kann er seine Daten über eine SSL-Schnittstelle Ende-zu-Ende-verschlüsselt an einen Arzt oder Therapeuten übermitteln.

Was kostet Moodpath?

Das 14-tägige Depressions-Screening und die anschließende Auswertung sind kostenlos. Wer einen Psychologen von Moodpath anrufen möchte, zahlt dafür aktuell einmalig 19,95 Euro.

Ab wann wird es Moodpath auch für Android Smartphones geben?

Die Android-Version der Moodpath App ist für Anfang 2017 geplant.

Ich habe technische Probleme. Was kann ich tun?

Bei technischen Problemen kannst Du Dich jederzeit an uns wenden. Nutze hierfür bitte die „Gib uns Feedback“ Funktion in den Einstellungen der Moodpath App. Wir kümmern uns so bald wie möglich um Dein Anliegen. Da unsere iOS-App erst im Oktober 2016 gestartet ist, kann Dein Feedback enorm dazu beitragen, Moodpath zu verbessern. Wir freuen uns daher über jedes Feedback.

Muss ich am Ende auf jeden Fall in Psychotherapie?

Nein. Zusammen mit der Auswertung erhält der Nutzer eine Handlungsempfehlung. Wenn es keine Hinweise auf eine Depression gibt, empfiehlt Moodpath nicht den Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten. Bei Hinweisen auf eine Depression kann diese lauten, einen Psychotherapeuten oder einen Arzt aufzusuchen. Bei leichten oder mittelgradigen Depressionen kann man sich anstelle von Psychotherapie auch für eine medikamentöse Behandlung entscheiden. Im interaktiven „Wissens“-Teil der App erfährt man während der 14 Tage, was für Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was deren Vor- und Nachteile sind.

Falls ich einen Psychologen von Moodpath anrufen möchte, was kann ich mit ihm oder ihr besprechen?

Beim Telefonat mit einem Psychologen oder einer Psychologin von Moodpath handelt es sich in erster Linie um ein Beratungsgespräch über Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland. Das Beratungsgespräch kann als Coaching angesehen werden, um sich professionelle Hilfe zu holen. Der psychologische Berater von Moodpath stellt keine Vordiagnose und trifft keine konkrete Einschätzung bezüglich der Depressivität. Vielmehr bietet er Unterstützung dabei, das Ergebnis der App besser zu verstehen. Während des Gesprächs wird über die nötigen Schritte zur psychotherapeutischen oder medikamentösen Behandlung aufgeklärt. Bei Bedarf kann Moodpath hierfür aufbereitete Informationen und Anleitungen bereitstellen. Der psychologische Berater erhält anonymen Zugriff auf die Daten und die Auswertung des Nutzers. Er kann die Daten einsehen, kann aber keine Rückschlüsse auf die Identität ziehen.

Wozu ist der Arztbrief gedacht?

Zeitgleich mit der Auswertung erhält der Nutzer die Möglichkeit, seine Ergebnisse als Arztbrief in Form eines PDF herunterzuladen. Dieses PDF kann an einen Arzt oder Psychotherapeuten übersendet oder zu einem Erstgespräch mitgenommen werden. Die Verlaufsdaten helfen beiden Seiten beim Einstieg in das Gespräch.

Ersetzt Moodpath einen Psychotherapeuten?

Nein. Moodpath ersetzt keine Psychotherapie. Vielmehr möchte Moodpath Menschen, die sich unsicher sind, ob ihr Zustand in einen behandlungsbedürftigen Bereich fällt, mehr Sicherheit geben. Menschen mit Symptomen einer Depression sollen ermutigt werden, sich professionelle Hilfe zu suchen. Außerdem sollen sie im interaktiven Wissensbereich darüber aufgeklärt werden, welche Formen professioneller Hilfe es gibt.

Ich bin Arzt oder Psychotherapeut. Wie kann ich Moodpath einsetzen?

Zunächst können Sie als Arzt oder Psychotherapeut von den belastbaren Daten profitieren, die 14 Tage lang dreimal täglich im Alltag des Patienten erhoben wurden. Moodpath stellt für Sie einen automatisierten Befund als PDF bereit, der Sie darüber informiert, welche Symptome abgeklärt wurden und welche differentialdiagnostischen und weiterführenden Untersuchungen sinnvoll wären. Darüber hinaus arbeiten wir an einer Software-Lösung für Ärzte und Psychotherapeuten. Wenn Sie diesbezüglich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden möchten, melden Sie sich gerne bei uns.