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Kennst du den Unterschied zwischen Psychologe, Psychiater und Psychotherapeut?

Im Bereich der psychischen Gesundheit gibt es viele verschiedene Berufe und Berufsbezeichnungen. Du willst dich an eine Fachperson wenden und suchst den richtigen Ansprechpartner? Wir haben die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst.

Psychologe, Psychiater, etc. - Wer ist der richtige Ansprechpartner?

Du sorgst dich um deine psychische Gesundheit – oder die eines dir Nahestehenden?

„Durchlebe ich nur eine schwierige Phase oder handelt es sich schon um eine psychische Erkrankung?“. Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Der nächste Schritt ist dann oft ein Online-Selbsttest bzw. ein Smartphone-Screening wie das von Moodpath. Wenn du nach einem ersten Test den richtigen Kontakt suchst, ist es zunächst hilfreich, mehr über die verschiedenen Berufsgruppen zu wissen.

Wer bietet Psychotherapie an?

Psychologen

Psychologen haben an einer Universität ein Psychologiestudium absolviert. Sie dürfen ohne eine Zusatzausbildung für Psychotherapie keine psychischen Erkrankungen behandeln.

Psychologen bieten jedoch psychologische Beratung für Problemen im Leben an, denen keine Erkrankung zugrunde liegt, z.B. in Bereichen wie Paarberatung, Erziehungsberatung oder Studienberatung.

Psychologische Psychotherapeuten

Ein „Psychologische Psychotherapeuten“ studiert zunächst an einer Universität Psychologie und absolviert im Anschluss noch eine Zusatzausbildung für Psychotherapie. Erst durch diese Zusatzausbildung dürfen sie psychische Erkrankungen behandeln. Psychologische Psychotherapeuten dürfen allerdings keine Medikamente verschreiben, da sie nicht Medizin studiert haben.

Ärztliche Psychotherapeuten

„Ärztliche Psychotherapeuten“ absolvieren ein Medizinstudium an einer Universität. Ihre anschließende Facharztausbildung schließt den Bereich Psychotherapie mit ein oder sie verfügen über eine Zusatzweiterbildung in Psychotherapie oder Psychoanalyse. Sie dürfen psychische Erkrankungen durch Psychotherapie behandeln und zusätzlich auch Medikamente verschreiben.

Spezialisierungen in der Psychotherapie

Nur wenn Psychologen oder Ärzte eine mehrjährige Zusatz- oder Facharztausbildung nach ihrem Studium abschließen, können sie Psychotherapie als Behandlung anbieten und mit den Krankenkassen abrechnen.

In Deutschland spezialisieren sich dabei alle Psychotherapeuten auf eines (oder mehrere) von drei Richtlinienverfahren, die zugelassen sind: Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Psychoanalyse.

Psychotherapie nach „Heilpraktikergesetz“

Obwohl die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ in Deutschland geschützt ist, finden sich – vor allem im Internet – oft ganz ähnliche Bezeichnung wie:

  • „Heilpraktiker Psychotherapie“
  • „Psychotherapeut nach Heilpraktikergesetz“
  • „Psychotherapeutischer Heilpraktiker“
  • „Psychotherapie nach HPG“

Heilpraktiker besitzen nicht die gleichen Qualifikation wie Psychologische oder Ärztliche Psychotherapeuten (siehe oben). Sie benötigen kein Studium an einer Universität, um als Heilpraktiker psychotherapeutisch tätig zu sein, sondern absolvieren lediglich eine Prüfung beim Gesundheitsamt. Da Heilpraktiker nicht dazu verpflichtet sind, wissenschaftlich anerkannte Methoden in ihrer Behandlung anzuwenden, bestehen große Unterschiede in der Behandlungsqualität. Es ist daher ratsam, sich vor der Behandlung genauer über die beruflichen Qualifikationen und Weiterbildungen zu informieren.

Wer kann Medikamente verschreiben?

Grundsätzlich dürfen alle approbierten Ärzte Medikamente verschreiben, so auch Antidepressiva, die als Mittel der ersten Wahl bei der medikamentösen Behandlung einer depressiven Erkrankung gelten.

Besonders wenn zum ersten Mal Medikamente bei einer Depression verordnet werden, ist jedoch der Gang zum Facharzt, also zum Psychiater, zu empfehlen.

Psychiater

Psychiater sind Fachärzte für seelische Erkrankungen, d.h., sie haben ein Medizinstudium abgeschlossen und nach dem Studium eine mehrjährige Facharztausbildung absolviert. Psychiater sind die richtige Anlaufstelle, wenn es um die Verschreibung von Medikamenten bei einer Depression geht, da sie sich vor allem mit der körperlichen Seite psychischer Erkrankungen beschäftigen. Eine ältere Bezeichnung für diesen Beruf ist auch „Nervenarzt“. Mittlerweile beinhaltet die Facharztausbildung zum Psychiater auch die Psychotherapie, der Titel lautet also häufig „Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie“ (siehe auch „Ärztlicher Psychotherapeut“).

Psychologen und Psychotherapeuten?

Psychologen dürfen grundsätzlich keine Medikamente verschreiben, da sie nicht Medizin, sondern Psychologie studiert haben, also keine Ärzte sind.

Bei Psychotherapeuten ist es etwas komplizierter:

  • Ein „Psychologischer Psychotherapeut“ hat Psychologie studiert und darf keine Medikamente verschreiben
  • Ein „Ärztlicher Psychotherapeut“ hat Medizin studiert und darf daher Medikamente verschreiben

Eine Hilfe für den ersten Kontakt

Wie macht man den ersten Schritt, wenn man herausgefunden hat, an wen man sich wenden sollte? Es fällt vielen Menschen schwer, sich mit dem Thema Depression an eine außenstehende Person zu wenden, selbst wenn diese ein Arzt oder Therapeut ist. Wie findest du die richtigen Worte? Kann der Arzt oder Therapeut deine Beschwerden nachvollziehen?

Die Moodpath App kann dir diesen ersten Schritt erleichtern. Sie stellt dir auf Deinem Smartphone dreimal täglich Fragen zu deinem emotionalen und körperlichen Wohlbefinden und erstellt somit ein genaues Bild deiner Stimmung. Moodpath erkennt die Symptome einer Depression. Nach 14 Tagen erhältst du eine fundierte Einschätzung Deiner psychischen Gesundheit. Du hast die Möglichkeit die Ergebnisse in Form eines Arztbriefs auszudrucken und zu deinem ersten Besuch bei einem Arzt oder Therapeuten mitzunehmen. Dies kann den Einstieg in das Gespräch erleichtern und dem Behandler als gute Übersicht über deine Beschwerden dienen.

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