Ideen 

Drei TED Talks über Depression, die du gesehen haben solltest

Depression ist selten ein Thema für große Bühnen. Wer sich offen zu einer Depression bekennt, gilt für viele als schwach. Dabei zeugt es von unheimlicher mentaler Stärke, vor Publikum über die eigenen psychischen Probleme zu sprechen. Drei mutige und inspirierende Menschen haben dies bei TED Talks getan.

Ruby Wax bei einem TED Talk zu Depression

Was bitte ist witzig an einer psychischen Erkrankung? Die Comedian Ruby Wax zeigt es dir

“Ich bin eine von vier”, sagt Ruby Wax und lacht. Und bedankt sich sogleich namentlich bei drei Antidepressiva, ohne die sie heute nicht auf der Bühne stünde. Der gut acht-minütige TED-Talk ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Enttabuisierung von Depressionen. Hoch amüsant und zugleich blitzgescheit seziert Wax’ Comedy-Einlage die Absurdität des gesellschaftlichen Umgangs mit psychischer Gesundheit: “Wie kann es sein, dass jedes Organ in deinem Körper krank werden kann und die Leute haben Mitgefühl, außer es betrifft das Gehirn?”

 

“We suffer in solitude, silenced by stigma” – Sangu Delle über den schweren Stand depressiver Menschen in Nigeria

“In Nigeria gibt es 200 Psychiater für fast 200 Millionen Einwohner”, sagt Sangu Delle und bringt damit das Problem auf den Punkt. Der Ghanaer berichtet über seine eigene psychischen Erkrankung und die besondere Qualität der Stigmatisierung in Nigeria. Weite Teile der Bevölkerung Nigerias sind der Meinung, dass psychische Krankheiten entweder durch Drogenmissbrauch, den Willen Gottes oder Hexerei ausgelöst würden. Betroffene von Depressionen haben Angst, als “Mad Men” diskriminiert zu werden.

 

“The opposite of a depression is not happiness but vitality” – Andrew Solomon blickt tief in depressive Seelen

Für Andrew Solomon müsst ihr euch Zeit nehmen. Sein Vortrag geht knapp 30 Minuten. Aber jede Minute lohnt sich. Mit Poesie und Empathie legt der Schriftsteller seine Erfahrung und sein Verständnis von Depressionen dar. Er macht Mut und ermuntert uns zu mehr Offenheit gegenüber der Volkskrankheit. Denn Depression, so Solomon, sei ein Familiengeheimnis, mit dem jeder von uns vertraut sei, aber nur die wenigsten sprechen darüber. So erzählt Solomon von einem Ehepaar, beide depressiv und Antidepressiva nehmend. Getrennt fragen sie ihn, was er von ihren Medikamenten halte. Beide bitten ihn, bloß nicht dem Ehepartner von dem Gespräch zu erzählen. Das Ehepaar teilt ein Ehebett – nicht aber das Geheimnis, depressiv zu sein.

Wie hat dir der Artikel gefallen? Auf einer Skala von 1 (nicht so gut) bis 5 (sehr gut).

1 2 3 4 5

Einfach loslegen mit Moodpath

Lade Moodpath kostenlos herunter und beginne mit dem Depressions-Screening. Oder probiere eine Tagesübung aus.