Ständig Stress bei der Arbeit? Diese drei Warnsignale solltest du ernst nehmen

Am ersten Mai wird wieder gefeiert: Millionen Menschen tanzen beschwingt und beschwipst in den Feiertag und lassen einfach mal die Seele baumeln. Denn es gilt: Am Tag der Arbeit ruht die Arbeit. Aber ist das wirklich so? Immer mehr Menschen fällt das Abschalten schwer. Ab wann wird das gefährlich für unsere psychische Gesundheit?

Keine Power mehr für die Arbeit - Diese Warnsignale sollte man beim Stress bei der Arbeit beachten

Statt die Sonnenstrahlen im Park zu genießen, hängen deine sorgenvollen Gedanken auch nach Feierabend noch in der Telefonkonferenz vom Vortrag oder schon im nächsten Mitarbeitergespräch mit der Vorgesetzten? Passiert das hin und wieder, ist das noch kein Grund zur Sorge. Problematisch wird es dann, wenn die Sorgen dich ständig begleiten und deine Grundbedürfnisse wie gesunden Schlaf oder lustvolles Entspannen beeinträchtigen.

Ab wann droht der Burnout?

Manche Menschen zermartern sich regelrecht den Kopf vor lauter Gedanken an die Arbeit. Dieses Kopfkino, für das es keinen Aus-Knopf gibt, ist nur ein offensichtliches Anzeichen unter vielen für arbeitsbedingten Stress – und kann ein Vorbote des Burnouts sein. Vermutlich jeder, der sich stark über seine Arbeit definiert, kann in die Burnout typische Abwärtsspirale geraten. Das Problem: Oft steckt man schon mittendrin und ist sich dessen gar nicht bewusst. Viele genießen anfänglich den eigenen Leistungswillen, die Fähigkeit, immer die besten Ergebnisse liefern und „performen“ zu können. Manche fühlen sich im Betrieb quasi unersetzbar. Dieser Boost des Selbstwerts hat nur zumeist keine nachhaltige Wirkung, denn schon bald spüren wir die Symptome des Stresses. Höre also gut auf die Warnsignale, die Körper und Geist dir in Zeiten der Überlastung senden! Ganz typisch sind die folgenden drei:

1. „Ich muss es bei der Arbeit allen Recht machen!“ – oder doch vor allem dir selbst?

Viele von uns powern sich bei der Arbeit regelrecht aus und gehen hart mich sich selbst ins Gericht. “Ich muss das unbedingt heute noch fertig kriegen” ist ein typischer Gedanke. Oder: “Mein Projekt muss noch besser laufen, so ist der Kunde sicher nicht zufrieden”. Wenn “Ich muss” zu oft in Gedanken auftrifft, sollte man innerlich aufhorchen, denn viele Menschen tendieren dazu, sich selbst zu stark unter Druck zu setzen. Dies geht oft mit der Angst einher, nicht zu genügen und letztlich zu versagen. Man sorgt sich darum, nicht allen vermeintlichen Anforderungen gerecht zu werden.

In der Folge dieser Belastungen gerät man immer häufiger in Grübelschleifen, die Gedanken um den Job drehen frei, auch lange nach Feierabend, verfolgen uns bis ins Bett – und am nächsten Morgen dreht das Gedankenkarussell schon unter der Dusche wie wild: “Habe ich die eine E-Mail gestern noch beantwortet und um wieviel Uhr nochmal ist das Treffen mit Frau Müller?”.

Was dir dann helfen kann: Achtsamkeit in deinen Alltag einbinden. Achtsam sein heißt erst einmal, ganz bewusst die eigenen Gedanken und Gefühle wahrzunehmen. So lässt sich der Autopiloten-Modus, der unseren stressigen Alltag oftmals bestimmt, ein Stück weit aufbrechen, zum Beispiel mittels Meditation. Im Übungsbereich der Moodpath App findest du das Achtsamkeits-ABC. Hier lernst du die Basics zu einem achtsamen Leben kennen. Ein erster, wichtiger Schritt!

2. An guten Schlaf ist nicht mehr zu denken

Gehörst du zu denen, die, schon unter der Bettdecke liegend, noch mal schnell das Smartphone vom Ladekabel lösen, um die Arbeitsmails oder den Terminkalender für den nächsten Tag zu checken? Das ist gefährlich, denn dieses Verhalten verringert die Chancen auf einen gesunden, erholsamen Schlaf: Wer mit Stress einschläft, schläft nicht gesund. Das Gehirn bleibt dann sogar im Schlaf aktiv und schaltet nicht ab. Das erklärt das Phänomen, dass wir uns zuweilen trotz vieler Stunden Schlafs nach dem Aufwachen nicht ausgeruht fühlen. Schnell kann durch zu viel Stress und häufiges Grübeln ein Schlaf-Teufelskreis entstehen: Nach Nächten mit schlechtem oder gar keinem Schlaf verträgt unser Körper Stress besonders schlecht und wir fühlen uns kaum leistungsfähig. Folglich schnellt der Stress-Pegel in die Höhe, wir sind noch weniger fit als am Vortrag und das Einschlafen am Abend fällt noch schwerer als am Vorabend.

Die gute Nachricht: Schlaf lässt sich hacken. Wie, das verrät die Schlafmedizinerin Dr. Samia Little-Elk in diesem Video:

3. Du meidest sogar deine Lieblingsmenschen

Die Samstagabende, die du sonst immer mit deinen Freunden verbracht hast, bestehen seit Wochen nur noch aus Couch, Netflix und Pizza-Service? Keine Einwände gegen solche gemütlichen Couch Potato Abende! Ab und zu tun die der Seele sogar richtig gut. Schwierig wird es dann, wenn du dich auf Dauer bewusst oder unbewusst zurückzieht, weil soziale Situationen dir zunehmend schwer fallen, du mental zu erschöpft bist für die Präsenz anderer. Ein für solche Fälle typischer innerer Monolog geht zum Beispiel so: “Mit meinem Gejammere über die Arbeit will ich keinem zur Last fallen, da bin ich doch die totale Spaßbremse”. Das Vermeiden sozialer Kontakte, Sorgen in sich hineinfressen – das sind typische Anzeichen dafür, dass Stress zu einer echten psychischen Belastung geworden ist.

Befindet man sich in einer solchen Situation, sind unsere psychischen Grundbedürfnisse vermutlich nicht in der Balance. Was sich zunächst abstrakt anhört, sind im Grunde sehr einfache Zutaten für ein zufriedenstellendes Leben: Schöne Abende mit lieben Freunden, eine gute Work-Life-Balance – oder auch mehr Sex. Lerne mehr darüber in der Moodpath Übung “Grundbedürfnisse – Was wir alle brauchen”.

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